Philips Rationalizer soll Aktionäre vor übereilten Entscheidungen bewahren

Die Firma Philips will in Zusammenarbeit mit einer Groà [...]

Armband PhilipsWelcher gestresste Aktionär kennt das nicht: Die Börse spielt mal wieder verrückt, man weiß gar nicht, wohin mit seinen Millionen, die Anspannung steigt – und schon hat man in der Hektik die falschen Wertpapiere gekauft und ein paar Hunderttausend Euro in den Sand gesetzt.

Um Horrorszenarien dieser Art künftig zu vermeiden, hat die holländische Firma Philips sich jetzt richtig was einfallen lassen. Der Rationalizer soll zuverlässig anzeigen, wann das Erregungslevel des Aktionärs solche Höhen erreicht, dass eine rationale Entscheidung nicht mehr möglich ist. Gemeinsam mit der Großbank Abn Amro und der Universität Amsterdam bastelt Philips an dem neuen Produkt. Der Rationalizer soll aus einem so genannten Emobracelet fürs Handgelenk und einem Emobowl für den Schreibtisch bestehen.

Der Armreif misst den aktuellen Gefühlszustand mittels Sensoren anhand einer galvanischen Hautreaktion. Bewegt sich der Gefühlszustand des Aktionärs in bedenkliche Bereiche, dann wechselt die Farbe des Bracelets von Gelb (Alles in Ordnung) über Orange (Vorsicht!) bis hin zu Rot (Alarm!) Hinzu kommen Lichtblitze, damit man die Gefahr auch ja nicht übersieht. Gleichzeitig bringt der Alarm auch noch die 1600 Dioden des Emobowls auf dem Schreibtisch zum Leuchten. Angeblich ist durch eine innovative, aber geheim gehaltene Technik sichergestellt, dass nur börsenkonforme Gefühlswallungen das Feuerwerk auslösen. Vor 2012 soll der Rationalizer nicht auf den Markt kommen, ein Preis ist noch nicht bekannt.

Wahrscheinlich erfüllt ein Gläschen holländischer Genever den Zweck genauso gut – und um Einiges günstiger.

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Teilen Geschrieben von mstehr am 13. Dezember 2009
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