Auf den ersten Blick bringen die Neuerungen bei Facebook für Nutzer eine deutliche Verbesserung. Die User können jetzt selber einstellen, wer welche ihrer Daten sehen kann. Datenschützer wie die amerikanische Electronic Frontier Foundation (EFF) üben trotzdem Kritik an den neuen Features. Der Haken liegt in den Voreinstellungen: Hier ist vorgegeben, dass die User ihre Daten auch für Fremde oder sogar das gesamte Internet freigeben.
Facebook fordert jeden neuen Teilnehmer auf, seine Facebook Datenschutzeinstellungen anzupassen. Dafür gibt es verschiedene Optionen. Alle Einträge können nur Freunden oder sämtlichen Internetnutzern zugänglich gemacht werden. Die zweite Möglichkeit ist bei einem Großteil der Angaben – persönliche Daten, Freunde oder Statusmeldungen – bereits voreingestellt. Fotos sowie politische oder religiöse Vorlieben können auch von Kontakten der eigenen Freunde eingesehen werden, was den Kreis um einige Unbekannte erweitern dürfte. Facebook empfiehlt den Usern ausdrücklich, diese Option zu übernehmen.
Konnte man früher sein Geschlecht, die Liste der eigenen Freunde oder auch die Mitgliedschaft in Gruppen verstecken, so gibt es diese Möglichkeit jetzt nicht mehr. Laut Meinung der EFF sind die neuen Einstellungen vor allem dazu da, die Daten von Facebook-Nutzern in größerem Maße als früher öffentlich zugänglich zu machen.
Wer die Kontrolle über seine Daten behalten will, sollte sich bei Facebook also auf jeden Fall sehr sorgfältig mit den Voreinstellungen befassen.
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