Mitte des Jahres soll nach Angaben der Deutschen Post der sogenannte Online-Brief – oder die DE-Mail – für 20 Cent eingeführt werden. Das würde nicht nur eingesandte Briefe betreffen, die durch einen Boten zugestellt werden, sondern auch komplett übermittelte Briefe. Dies bedeutet eine Vergünstigung im Gegensatz zur herkömmlichen Versandart, denn ein Standardbrief kostet momentan 55 Cent.
Die Markteinführung ist vor allem interessant für Versicherungen und große Unternehmen, die Lohnabrechnungen, Rechnungen und Policen verschicken müssen, aber auch für alle Privatpersonen. Doch nicht nur der Konzern aus Bonn wird die DE-Mail anbieten. Es sollen auch andere Anbieter mitmischen. So will der bisweilen wegen seines Services kritisierte Internetprovider 1&1 für die DE-Mail 15 Cent verlangen, wobei sogar schon von zehn Cent die Rede ist. Die DE-Mail soll dann über die drei Dienste 1&1, web.de und GMX des Unternehmens aus Montabaur angeboten werden.
Eine identifizierbare DE-Mail Adresse ist notwendig, um den DE-Mail Dienst zu nutzen. Der Datenaustausch mit den Behörden kann dann erfolgen. Elektronische Anträge sind dabei von den Ämtern rechtsverbindlich anzuerkennen. Natürlich sollen die Dokumente verschlüsselt archiviert werden können – dafür erhalten alle Anwender des geplanten Dienstes einen elektronischen Safe.
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