Apple veröffentlichte vor nicht mal zwei Wochen das Update für MacOS X 10.6.2, was mit der Nachricht einherging, dass es auf Rechnern mit Intel Atom-Chips nicht laufen würde. Diese Entscheidung war wohl begründet auf den Rechtsstreit, den Apple mit Psystar hatte, wir berichteten. Dazu kam, dass man das Mac OS auf verschiedenen Systemen installieren könnte, was unter anderem Psystar gemacht hatte, also auch auf Apple-fremden Geräten. Mit dabei: Günstige Netbooks, die von einem Intel Atom-Prozessor angetrieben wurden. Um dem einen Riegel vorzuschieben, wurde das Update auf MacOS X 10.6.2 so konzipiert, dass der Rechner abstürzt, wenn ein Intel Atom erkannt wird.
Klar, dass eine solche Entscheidung den Erfindergeist einiger Entwickler und Hacker auf den Plan ruft; in diesem Fall ein russischer Hacker, der einen Download zur Verfügung stellt, mit dem der Kernel des Updates ausgetauscht wird. Wird der neue Kernel nämlich durch den alten Atom-fähigen ersetzt, funktioniert das Update auf MacOS X 10.6.2 auch auf Atom-Rechnern.
Ob Apple dagegen vorgehen oder beim nächsten Update entsprechend reagieren und die Installation auf Atom-Rechnern wieder gestatten wird, ist fraglich bei der momentanen Klagewut des Herstellers. Selbst wenn Apple dem weiterhin versucht, einen Riegel vorzuschieben: Im aktuellen Fall hat es keine zwei Wochen gedauert, bis das Update gehackt wurde, es ist also davon auszugehen, dass Hackintoshs nicht aussterben.
(via: Gizmondo)
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