Während der verstorbene Apple-Gründer solche kritischen Äußerungen kaum wahrgenommen hat, kann die jetzt veröffentlichte Studie von der Beratungsgesellschaft Analysis Group auch als Charmeoffensive des neuen Apple-Chefs Tim Cook gesehen werden. Alleine in den USA arbeiten für den Konzern rund 47.000 Menschen, weltweit sind es 70 000 Mitarbeiter. Ein Großteil der Angestellten ist in der Zentrale in Cupertino beschäftigt, wo Apple zur Zeit einen neuen Campus errichtet, der wiederum neue Jobs schafft. Während aus New York sowie Kentucky die Gläser für das iPhone kommen, stammen die Chips für zahlreiche Produkte aus Texas. Außerdem fließen in die halbe Million amerikanischen Arbeitsplätze auch alle Entwickler mit ein, die beispielsweise Apps für das iPad sowie iPhone entwickeln.

Alleine dadurch werden laut der Studie rund 210.000 Jobs gesichert. In den letzten Wochen und Monaten hatte Apple viel Kritik einstecken müssen, da sich der Konzern mit seinen Produkten eine goldene Nase verdient und die Geräte bei preiswerten Auftragsfertigern wie Foxconn in China herstellen lässt. Zahlreiche US-Medien sowie Menschenrechtler üben schon seit Jahren scharfe Kritik an den dortigen Arbeitsbedingungen. Mittlerweile hat Apple reagiert und Medienvertretern Zugang zu den riesigen Fabriken gewährt.

Im letzten Quartal 2011 fuhr der Konzern einen satten Gewinn von umgerechnet 9,9 Milliarden Euro ein, sodass der Börsenwert letzte Woche die Grenze von 500 Milliarden Dollar erreichte.