Unter Bezug auf die Zahlen des „China Internet Network Information Center“ ist die Marktdurchdringung des World Wide Web auf 37,7 Prozent angestiegen, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent bedeutet. Die Internet-Marktdurchdringung in Südkorea sowie Japan liegt mit rund 70 Prozent knapp doppelt so hoch als in China. Vor allem die Blogger sind dort eine wahre Macht – nachdem es im letzten Jahr rund 195 Millionen Micro-Blogger in China gab, ist deren Zahl auf über 300 Millionen angewachsen. Die chinesische Regierung hat aus diesem Grund ein neues Gesetz erlassen, damit die zügige Nachrichtenverbreitung aufgehalten werden kann. Die Blogger müssen sich demnach innerhalb von drei Monaten mit ihrem richtigen Namen anmelden, dass die Gesetzeshüter sie schneller verfolgen können. Zahlreiche Web-Services in China sind bereits mit der Prüfung beauftragt worden, wie sie diesen Gesetzeserlass umsetzen wollen.

Auch von Google gibt es bezüglich China neue Nachrichten. Nachdem sich die Beziehungen zwischen dem Internetgiganten und China Anfang des Jahres 2010 abgekühlt haben, will sie Google nun wieder intensivieren. Der Suchmaschinenbetreiber hat sich damals nicht damit abgefunden, dass die Regierung seine Suchergebnisse stark zensiert. Der Asien-Chef Daniel Algere stellte nun klar, dass neben der Produktsuche sowie der Werbung auch das Marktpotential von Android extrem zunimmt. Für Google bietet dies natürlich enorm große Geschäftsmöglichkeiten.

Zu Beginn ist nun im Reich der Mitte eine Lancierung der App-Store Android Market vorgesehen. Daneben plant Google die Einführung von Diensten wie beispielsweise Shihui, welche keiner staatlichen Zensur unterliegt. Mit Shihui können Internetnutzer nach Rabatten in lokalen Geschäften suchen.