Vor allem der Sicherheitsaspekt spricht für den Abschied des Internet Explorer 6, weil das Surfen im Netz mit dem Browser einfach zu gefährlich ist. Zum einen ist das Programm gegen zahlreiche Bedrohungen überhaupt nicht oder nur unzureichend geschützt und zum anderen erhalten die Nutzer des IE6 wichtige Patches erst nachdem die aktuelle Browser-Generation diese erhalten haben. Der Einsatz des veralteten Browsers hat jedoch noch andere Auswirkungen, wenn eine bestimmte Anzahl von Nutzern den IE6 weiter benutzt. So müssen beispielsweise Web-Designer sicher stellen, dass der Internet Explorer 6 auch alle Internetseiten richtig darstellen kann. Dieses Unterfangen ist allerdings nur mit zusätzlichem Aufwand machbar, da der alte Browser von Microsoft viele neue Web-Standards nur teilweise oder überhaupt nicht unterstützt.

Erst im letzten Jahr hat Microsoft eine Homepage gestartet, wo man den Rückgang des Internet Explorers 6 unter die Marke von einem Prozent verfolgen kann. Dies ist mittlerweile in Norwegen, Finnland, Österreich, Mexiko, Tschechien, Portugal, Ukraine sowie in den USA und auf den Philippinen der Fall. Im Gegensatz dazu liegt mit einem Anteil von 25 Prozent die weltweit höchste Verbreitung des Browsers in China. Zahlreiche Blogger haben bereits dazu aufgerufen, dass IT-Manager und Entwickler ihre Zeit nicht mit dem Support eines so veralteten Browsers investieren sollten. Weniger erfreulich ist für den Microsoft-Konzern momentan der Rückgang des Gesamtmarktanteils ihres Browsers, welcher erstmals unter die 40-Prozent-Marke gesunken ist.