Ursprünglich wollte der amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T rund 39 Milliarden Dollar für T-Mobile USA hinlegen und wäre anschließend mit knapp 135 Millionen Kunden der größte Mobilfunkanbieter in den Vereinigten Staaten von Amerika geworden. AT & T muss wegen der Aufkündigung der Verhandlungen jetzt aber eine Strafe von 4 Milliarden Dollar an den Bonner Konzern zahlen und außerdem zahlreiche Funkfrequenzen abzugeben. Mit dem Verkauf ihres Tochterunternehmens wollte die Deutsche Telekom ihre rund zehnjährige Präsenz in den USA beenden, nachdem sie im Jahr 2000 den US-Mobilfunkanbieter Voicestream für 40 Milliarden Euro übernommen hatte.

Bereits vor einigen Wochen hatte der AT&T-Konzern bemerkt, dass das Justizministerium und ihre Wettbewerbshüter gegen eine Fusion mit T-Mobile sind, woraufhin andere Möglichkeiten ausgelotet wurden. Bei der Übernahme waren der zentrale Punkt jedoch nicht die knapp 34 Millionen Kunden sowie die bestehende Infrastruktur. Die US-Kommunikationsbehörde FCC ging vielmehr davon aus, dass nach einer Übernahme die Gebühren für die Handyverträge extrem ansteigen könnten, was auf keinen Fall im Interesse der Verbraucher und des Marktes sei. Derzeit müssen die Kunden für ihre Verträge bei AT & T monatlich rund 15 bis 50 Dollar mehr als bei T-Mobile USA hinblättern.

Was die Deutsche Telekom nun mit ihrer US-Tochter vorhat, steht bislang noch in den Sternen. Allerding dürfte die Suche nach einem neuen Fusionspartner viel Zeit in Anspruch nehmen, weil ein anderes Unternehmen sicher nicht noch einmal 39 Milliarden Dollar für eine Übernahme bieten würde.